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Wieder da

Ich bin wieder hier, zurück von unserer Verwandtschaftsreise. Das Wochenende hat mir außerordentlich gut gefallen; nur der gestrige Tag war etwas schwierig. Denn da haben wir meinen Eltern einen Besuch abgestattet, nur einige Stunden lang. Und die Stimmung, die uns empfangen hat, war leider garnicht die herzliche, schöne Stimmung, die ich von Veit’s Familie her kenne. Natürlich kenne ich meine Familie und weiß, wie meine Eltern sind: Einzeln wunderbar, zusammen oft schwierig. Doch der Gegensatz war so krass, dass es mich fast umgehauen hat. So haben Veit und ich uns dann auch noch in die Haare bekommen. Als wir dann essen waren, schwang die Stimmung aber wieder um, und dann war alles wieder beim Alten. Es ist immer wie ein Schlag, wenn es tagelang perfekt lief und man sein Glück kaum fassen konnte (nach eineinviertel Jahren öffne ich nachts die Augen und merke, dass er mich beobachtet, weil “das so süß ist” wie ich schlafe!) und dann streitet man sich wegen einer Lappalie. Dann passierte noch etwas unglaubliches: Bei web.de habe ich meine eMail-Adresse, die ich in meinen Bewerbungsschreiben angebe. Und da hatte ich doch tatsächlich eine eMail vom 1.3. gestern abend entdeckt, die in meinem Spamfilter hängengeblieben ist, als Antwort auf meine Bewerbung! Ich habe das Ding sicher nie als Spam markiert, das war ein Fehler von web.de und mir wäre dadurch beinahe ein Job durch die Lappen gegangen. Denn ich wurde gebeten, zurück zu rufen bzw. mich zu melden. Und taddatada: Ich habe am Montag ein Vorstellungsgespräch! Außerdem gehe ich morgen einen Tag zur Probe mit einem Vertriebsbeauftragten auf Tour, um zu sehen, ob mir das liegen würde. Vielleicht kriege ich ja doch noch rechtzeitig eine Stelle! Und dann hatte ich heute ja wieder Fahrstunde. Und: Es lief prima, das sagte sogar mein Fahrlehrer, und der spart mit Lob wie kein anderer. Ich war richtig gut drauf. Dann habe ich soeben noch mit Tanja diskutiert, weil sie für niemanden mehr Zeit hat, nicht einmal für ihren besten Freund, und ich habe ihr freundschaftlich, höflich, diplomatisch, wie auch immer, aber sehr direkt, die Meinung gesagt. Was mich überrascht: Es gab keinen Streit! Statt dessen haben wir uns jetzt für nächsten Dienstag nach der Arbeit verabredet. Das ist ja immerhin mal was. Und nun werde ich meinen Urlaub genießen und mich mit Popcorn vor den Fernseher schmeißen, bis ich nachher in den Theorieunterricht muss.

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